INTEROC BAS 2200 IN SOTSCHI AM START

INTEROC BAS 2200 IN SOTSCHI AM START


 

Der Russische Kunde Spetstransmonolit setzt das Baggeranbausystem Interoc BAS 2200 ein zur Installation von Baugrundankern in Sotschi bei Infrastruktur-Baumaßnahmen zur Vorbereitung der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 ein.

 

Als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 erlebt Sotschi derzeit einen enormen Bauboom. Zur Verbesserung der Infrastruktur werden in der Stadt am Schwarzen Meer Verkehrswege aller Art ausgebaut. Die Skigebiete liegen ca. 30 bis 40 km von Sotschi entfernt. Die Wege führen durch das zum Teil sehr schroffe Kaukasusgebirge und steigen von Meeresniveau auf bis zu 2500 m. Daher sind Stützwände und Hangsicherungen wesentliche Bauaufgaben im Verkehrswegebau und zur Errichtung der Sportstätten.

 

 

Die Firma Spetstransmonolit mit Hauptsitz in Moskau beteiligt sich seit Beginn maßgeblich an den Bauarbeiten in Sotschi. Zur Herstellung von Verankerungen der neuen und bereits bestehenden Stützwände mit Ischebeck Titan-Anker mit einem Durchmesser von 50/26 mm und 73/53 mm wurde im Januar 2010 der vorhandene Maschinenpark um das INTEROC Baggeranbausystem BAS 2200 erweitert.

 

Bedingt durch die engen Straßenverhältnisse und das hohe Verkehrsaufkommen im Zuge des Ausbaus der Austragungsstätten erfolgt der Ankereinbau aus Positionen oberhalb oder unterhalb der Stützwände sowie auf befahrenen Straßen, die nur teilweise gesperrt werden können. Der Einsatz konventioneller Ankerbohrgeräte ist hier aus Platzgründen nur teilweise möglich. Die BAS 2200 war das ideale Gerät um diese Bauaufgabe zu lösen.

 

Mit Unterstützung von EFE - European Foundation Equipment GmbH aus Bad König in Deutschland wählte Spetstransmonolit einen Hydraulikbagger Hyundai H 36 D als Trägergerät aus. Die Auswahl wurde aufgrund des Gesamtgewichts der BAS 2200 von 6,5 t inklusive eines gefüllten Gestängemagazins getroffen. Dieses kann bis zu 14 Ischebeck Titan-Anker-Stangen 73/53 mit je 3,00 m Länge aufnehmen und damit Anker mit einer Länge bis max. 42 m bevorraten. Das Magazin sowie die Klemm- und Brechvorrichtung wurde mit Ischebeck-Ankern bereits bei ABI getestet und aufgrund der gegebenen Anforderungen modifiziert. Bei den Ischebeck Titan-Ankern fungieren die Ankerstangen gleichzeitig als Bohrgestänge. Zu den Vorzügen der BAS 2200 gehören neben dem Gestängemagazin auch die Längsverschiebung und die optionale seitliche Schwenkfunktion der Lafette.

 

Die Verbindungsplatte zwischen BAS 2200 und Baggerarm wurde in Zusammenarbeit mit ABI vom Kunden selbst gefertigt und montiert. Die Erstinstallation der BAS 2200 an das Trägergerät erfolgte aus Termingründen auf der Baustelle in Sotschi. Dort wurden vorab alle notwendigen hydraulischen und elektrischen Anschlüsse vorbereitet. Einige Mühe bereitete die Abstimmung der Funkkanäle mit der örtlichen Polizei, die mit gleicher Frequenz arbeitete.

 

Ausschlaggebend für den Kauf der BAS 2200 war für den Kunden Spetstransmonolit unter anderem der geringe Aufwand zur Montage und Demontage an den Hydraulikbagger, so dass das Trägergerät neben der Ankerherstellung noch vielseitig genutzt werden kann. Mit dem installierten Hydraulikhammer Eurodrill HD 5012 können, die in Sotschi üblichen, Ischebeck-Titan-Anker mit Durchmessern 40/16, 52/26, 73/53 mm in Längen bis zu 42 m hergestellt werden. Mit dieser Ausrüstung ist die BAS 2200 auch für schwere Ankerstäbe mit einem Durchmesser von 103/76 mm geeignet. Seit der Auslieferung der BAS 2200 im Januar 2010 wurden in Sotschi in ca. 3000 Betriebsstunden 6200 m Daueranker Ischebeck TITAN 73/53 gebohrt und eingebaut.

 

Der schwierige und zum Teil felsige Boden forderte das Gerät häufig bis zur Belastungsgrenze, ohne dass es zu Geräteausfällen kam. Die Ausstattung des Gerätes mit einem ausgewogenen Verschleißteilpaket verhinderte größere Stillstandszeiten. Das INTEROC Baggeranbau-System hat sich unter schweren Bedingungen bewehrt und arbeitet zur vollsten Zufriedenheit des Kunden.